News Unsere Vereine

Delegiertenversammlung 2026

Delegiertenversammlung 2026

Ein neuer Vorstand und ein starkes Engagement für die Gewährung der Teuerungszulage im Jahr 2027

Am Samstag, den 7. November 2026, fand in der Aula der HES-SO Valais-Wallis in Siders die ordentliche Delegiertenversammlung des Zentralverbandes der Magistraten, der Lehrerschaft und des Personals des Staates Wallis sowie des parastaatlichen Sektors (ZMLP) mit rund 200 Delegierten statt. Im Mittelpunkt dieser Versammlung standen insbesondere die Wahl eines neuen Präsidenten, die Aufnahme eines fünfzehnten Verbandes und die einstimmige Verabschiedung eines Beschlusses zugunsten des Teuerungsausgleichs für das Jahr 2027.

Ein ereignisreiches Jahr

Im Rahmen des statutarischen Teils der Versammlung nahmen die Delegierten den Tätigkeitsbericht 2025/2026 des Verbandes sowie die Arbeiten der drei Sektorenkommissionen zur Kenntnis: Verwaltung, Justiz und Polizei, Bildung und parastaatliche Einrichtungen.

Aus den verschiedenen Berichten konnten zahlreiche Themen hervorgehoben werden, mit denen sich der Verband und seine Mitgliederverbände befassen. Hierzu zählen insbesondere die Arbeitsbedingungen des Personals, Fragen zu Spesen und Entschädigungen, die Arbeitszeitgestaltung und die Pflichtenhefte des Lehrpersonals sowie die spezifischen Anliegen der subventionierten, halbstaatlichen Institutionen.

Auch die Weiterverfolgung des Projekts zur Funktionenbewertung (EVAFO), die Auswirkungen des Kantonsbudgets 2027 sowie die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Teuerung und der Personalentwicklung in der Verwaltung waren wichtige Themen der Verbandsaktivitäten.

Julien Dubuis wird ZMLP-Präsident

Einer der Höhepunkte dieser Versammlung war die Wahl von Julien Dubuis zum neuen ZMLP-Präsidenten. Als Mitglied des Walliser Verbandes der Mittelschullehrer (WVM) unterrichtet er am Lycée-Collège Ella Maillart in Sion.

Er tritt die Nachfolge von Herrn Thomas Progin an, der das Präsidium nach zwei Jahren Engagement im Dienste des Verbandes niederlegt. Während seiner Amtszeit hat er insbesondere die Einführung der neuen ZMLP-Struktur begleitet und für deren reibungslosen Ablauf gesorgt. Damit hat er zur Festigung der Grundlagen dieser neuen Organisation beigetragen.

Julien Dubuis wird sein Amt offiziell am Montag, den 9. November 2026, antreten. Sein Ziel ist die Fortführung des ZMLP-Engagements rund um die beruflichen Interessen und Arbeitsbedingungen des gesamten Personals.

Ein fünfzehnter Verband tritt dem Zentralverband bei

Ebenfalls gutgeheissen wurde der Beitritt des Personalverbandes PEKING vom Kinderdorf Leuk.

Durch diese neue Aufnahme steigt die Zahl der dem ZMLP angeschlossenen Verbände auf fünfzehn. Das bedeutet eine Stärkung der Repräsentativität bei den Mitarbeitenden der öffentlichen und halbstaatlichen Institutionen im Wallis.

Ein einstimmiger Beschluss zum Teuerungsausgleich im Jahr 2027

Eine der wichtigsten Fragen dieser Versammlung betraf die Teuerung im Jahr 2027.

Angesichts der Entscheidung des Staatsrates, auf jeglichen Teuerungsausgleich für das Jahr 2027 zu verzichten, verabschiedeten die Delegierten einstimmig eine Resolution. In dieser fordern sie eine vollständige Lohnanpassung von 0,8% ab dem 1. Januar 2027, was der Entwicklung des Schweizer Landesindexes der Konsumentenpreise (LIK) entspricht.

Der ZMLP weist darauf hin, dass dieser Ausgleich keine Lohnerhöhung darstellt, sondern der Erhaltung der Kaufkraft des Personals dient.

Angesichts der finanziellen Lage des Kantons Wallis und der Bestimmungen von Artikel 19a des Gesetzes betreffend die Besoldung der Angestellten des Staates Wallis fordert der ZMLP, dass diese Frage im Rahmen der Debatten des Grossen Rates über das Budget 2027 im kommenden Dezember erneut geprüft wird.

Die Resolution fordert ausserdem, dass dieser Ausgleich dem gesamten Personal des Kantons Wallis sowie dem Personal der subventionierten halbstaatlichen Institutionen zugutekommt. Es soll eine entsprechende Anpassung der, diesen Institutionen zugewiesenen finanziellen Mittel, erfolgen.

Mit diesem Schritt bringen die Delegierten eine gemeinsame Position zum Ausdruck und bekräftigen ihren Willen, die Kaufkraft des Personals im Geiste des Dialogs und der Sozialpartnerschaft zu verteidigen.

Ein besonderer Moment des Austausches mit zwei Staatsrat-Mitgliedern

Der zweite Teil der Versammlung war den Beiträgen von Frau Franziska Biner und Hrn. Christophe Darbellay, Mitglieder des Walliser Staatsrates, gewidmet.

Aufgefordert, sich zu verschiedenen aktuellen Themen zu äussern, wurden sie insbesondere zu den finanziellen Perspektiven des Staates, zum Budget 2027, zum EVAFO-Projekt, zum Personalbedarf der Kantonsverwaltung sowie zu Fragen bezüglich der Arbeitsbelastung und des Persönlichkeitsschutzes des Personals befragt.

Zu den Themen, die den Regierungsvertretern vorgelegt wurden, gehörten ebenfalls die laufenden Reformen im Bildungswesen, die Kantonalisierung der Schulleitungen und der Gesetzesentwurf zur Universität Wallis.

In Bezug auf den Budgetentwurf 2027 erläuterte Frau Franziska Biner die Gründe, die den Staatsrat dazu bewogen haben, auf den Teuerungsausgleich zu verzichten und einen Plan zur Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts in Höhe von 180 Millionen Franken bis ins Jahr 2030 anzukünden.

Sie wies insbesondere darauf hin, dass der erwartete Einnahmenanstieg nicht zur Deckung des Ausgabenanstiegs in den kommenden Jahren reichen werde. Mehrere Faktoren dürften die kantonalen Finanzen belasten. Dazu gehören insbesondere das Entlastungsprogramm des Bundes, der indirekte Gegenvorschlag zur Krankenkassenprämien-Entlastungsinitiative, die einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen, die Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwertes sowie die Folgen verschiedener Gesetzesrevisionen.

Gemäss Frau Biner erfordern diese Aussichten eine umsichtige Verwaltung der Kantonsfinanzen zur Wahrung des Budgetgleichgewichts und gleichzeitigen Aufrechterhaltung der öffentlichen Leistungen.

Die Beiträge bildeten einen wichtigen Moment des Dialogs zwischen den kantonalen Behörden und den ZMLP-Delegierten.

«La Castalie» und «Chez Paou» präsentierten sich den Delegierten

An dieser Versammlung hatten zudem zwei, dem ZMLP angeschlossene Berufsverbände des parastaatlichen Sektors die Gelegenheit, die Tätigkeiten ihrer jeweiligen Einrichtung vorzustellen.

Einerseits hob die Einrichtung «La Castalie» ihr Engagement für die Aufnahme und individuelle Betreuung von Menschen mit Behinderung jeden Alters, in einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Umfeld, hervor.

«Chez Paou» stellte seinerseits seine verschiedenen Betreuungs- und Begleitangebote für Menschen vor, die mit prekären Lebensverhältnissen, sozialer Ausgrenzung oder Wohnproblemen konfrontiert sind.

Diese Präsentationen ermöglichten den Delegierten, sich ein umfassenderes Bild von der Vielfalt der Aufgaben der halbstaatlichen Institutionen und der massgeblichen Rolle ihres Personals im Dienste der Walliser Bevölkerung zu machen.

Ein engagierter und zukunftsorientierter Zentralverband

Durch den Zusammenschluss von Berufsverbänden aus so unterschiedlichen Bereichen wie der Kantonsverwaltung, der Justiz, der Polizei, dem Bildungswesen, den Kantoniers und den halbstaatlichen Institutionen, demonstriert der ZMLP eindrucksvoll den Reichtum und die Vielfalt der Berufe, die im Dienste der Walliser Bevölkerung stehen.

Diese Vielfalt ist eine echte Stärke und nährt ein gemeinsames Engagement: die Verteidigung und Unterstützung all jener, die tagtäglich zum reibungslosen Funktionieren der öffentlichen Dienste und zum Wohlergehen der Bevölkerung beitragen.

Mit einem neuen Präsidium und mehreren wichtigen Dossiers, die es zu bearbeiten gilt, bekräftigt der Verband seinen Willen, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen beizutragen und einen konstruktiven Dialog mit den kantonalen Behörden aufrechtzuerhalten.

 

Medienmitteilung der Delegiertenversammlung, Klicken Sie bitte hier

Alle Nachrichten